FH-Register und Screening für Familiäre Hypercholesterinämie

– ein Projekt der Österreichischen Atherosklerosegesellschaft (www.aas.at)

 

Bislang gab es in Österreich keine systematischen Programme zur frühzeitigen Identifizierung von Personen mit sehr hohem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Die familiäre Hypercholesterinämie (FH) ist eine vererbte Fettstoffwechselstörung, die mit teilweise massiv erhöhten LDL-Cholesterinwerten einhergeht. Personen, die von FH betroffen sind, haben ein sehr hohes Risiko, bereits in jungen Jahren an Atherosklerose („Arterienverkalkung“) und in der Folge an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu erkranken.

Ausgehend von einem Indexpatienten (= die erste Person innerhalb einer Familie, bei dem FH diagnostiziert wird) können mittels Kaskadenscreeening (= Familienscreening) erst- und zweitgradige Verwandte des Patienten untersucht und bei erfolgter Diagnose einer frühzeitigen Behandlung zugeführt werden.

Da in Österreich die familiäre Hypercholesterinämie noch sehr selten als solche diagnostiziert wird, bleiben die Chancen einer frühen Behandlung von Patienten und deren Angehörigen weitgehend ungenutzt.

Die Österreichische Atherosklerose Gesellschaft AAS (www.aas.at) hat sich daher 2015 entschlossen, das Projekt „Fass dir ein Herz“ Screening und Register für Familiäre Hypercholesterinämie in den Pilotstädten und Universitätskliniken Wien, Graz und Innsbruck zu etablieren. Das wichtige Vorsorgeprojekt der Herzgesundheit soll in den nächsten Jahren auf ganz Österreich ausgeweitet werden. Das so entstehende nationale FH-Register, dessen Daten in der Web-basierten Datenbank AskiMed anonym und gemäß dem Datenschutzgesetz gespeichert werden, wird später an das europäische Register der Europäischen Atherosklerosegesellschaft (EAS) angebunden werden.

Die Initiative der Österreichischen Atherosklerosegesellschaft startete in enger Zusammenarbeit mit verwandten wissenschaftlichen Disziplinen und Gesellschaften (Kardiologie, Interne Medizin, Kinder- und Jugendheilkunde, Humangenetik, Epidemiologie, Labormedizin, etc.) sowie der österreichischen Patientenorganisation FHchol Austria. Der Österreichische Herzfonds unterstützt das Projekt ebenfalls. 

„Fass dir ein Herz“ Screening und Register für Familiäre Hypercholesterinämie wird von Univ.-Prof. Dr. Hans Dieplinger, MedUni Innsbruck und Univ.Doz. Dr. Bernhard Paulweber, Salzburger Landeskrankenhaus geleitet. Die Projektkoordination hat FHchol Austria-Obfrau Gabriele Hanauer-Mader übernommen. Eine weitere Projektmitarbeiterin im medizinisch-technischen Bereich ist Dipl.Ing. (FH) Ramona Berberich.

Interessierte Personen mit FH oder Ärzte im niedergelassenen Bereich, die am Projekt mitmachen wollen, sind herzlichst eingeladen, weitere Informationen von uns einzuholen.

 

Flyer als Download >>

 

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Hans Dieplinger, Projektleitung
Tel. +43 650-507 34 52
Email: hans.dieplinger@aas.at

Gabriele Hanauer-Mader, Projektkoordination
Tel. +43 676 530 38 85
Email: g.hanauer@aas.at

 

Dipl.Ing. (FH) Ramona Berberich
Medizin.-techn. Projektmanagement
Tel. +43 650-731 88 71
Email: ramona.berberich@aas.at

Das Projekt wird von AMGEN Österreich und Sanofi-aventis GmbH unterstützt. Um Unterstützung der öffentlichen Hand wird derzeit angesucht.